Luca Rusch

Rund 1.800 Besucher*innen, neun Acts und jede Menge ehrenamtliches Engagement: Am 12. September 2026 feierte das klangrevier festival seine Premiere auf dem Schirrhof in Kamp-Lintfort. Ein Tag voller Live-Musik, Begegnungen und Gemeinschaft.
Was vor einiger Zeit mit einer Idee begann, wurde am 12. September Wirklichkeit: Der historische Schirrhof im Zechenpark verwandelte sich für einen Tag in ein Festivalgelände. Wo früher der Bergbau das Stadtbild prägte, standen nun junge Musik, Kultur und Gemeinschaft im Mittelpunkt.
Mit dem klangrevier festival wollten wir einen Ort schaffen, an dem junge Menschen zusammenkommen, neue Musik entdecken und gemeinsam feiern können. Die Premiere hat gezeigt, wie viel möglich ist, wenn viele Menschen an einer Idee arbeiten.
Sieben Acts, zwei Bühnen und jede Menge Musik
Musikalisch hatte das erste klangrevier festival einiges zu bieten. Mit LOSTBOI LINO als Headliner, Haus F, HIMITZU, BAKALI, JuKiRo, DJ RIC_OOH, Teenage Bedlam, der SPEZI und EVIA stand ein abwechslungsreiches Line-up auf dem Programm.
Mit Teenage Bedlam war auch die Gewinnerband unseres ersten Open-Stage-Wettbewerbs dabei. Damit wurde eine Idee Wirklichkeit, die uns von Anfang an wichtig war: Nachwuchskünstler*innen eine Bühne zu geben und ihnen die Möglichkeit zu bieten, vor einem größeren Publikum aufzutreten.
Von den ersten Auftritten am Nachmittag bis zum letzten Song am Abend war auf dem Schirrhof einiges los. Die beiden Bühnen boten Raum für unterschiedliche Musikrichtungen, neue Entdeckungen und bekannte Lieblingssongs.
Mehr als nur ein Festival
Neben der Musik gab es auf dem Gelände einiges zu entdecken. Mitten im historischen Zechenpark verband das Festival junge Kultur mit der Geschichte Kamp-Lintforts.
Unter dem Motto „Bergbau erleben“ konnten Besucher*innen an verschiedenen Stationen mehr über die Bergbaugeschichte erfahren. Besonders gefragt waren die Führungen durch den historischen Lehrstollen, die einen Einblick in die Vergangenheit des ehemaligen Zechenstandorts ermöglichten.
Auch abseits der Bühnen wurde das Festival zu einem Treffpunkt für Menschen aus Kamp-Lintfort und der Region. Gemeinsam feiern, Freund*innen treffen oder einfach die Atmosphäre genießen: Genau dafür wollten wir mit dem Festival einen Raum schaffen.
Ein Festival, das vom Ehrenamt lebt
Hinter den Kulissen steckte eine Menge Arbeit. Mehr als 80 ehrenamtliche Helfer*innen waren rund um das Festival im Einsatz. Ob beim Aufbau, an den Einlässen, hinter den Theken, im Backstagebereich oder beim Abbau: Ohne ihren Einsatz wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen.
Bereits Monate vor dem Festival wurde geplant, organisiert, telefoniert und angepackt. Dabei ging es nicht nur um Bühnen, Technik und Künstler*innen, sondern um unzählige große und kleine Aufgaben, die am Veranstaltungstag ineinandergreifen mussten.
Für uns ist das eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Premiere: Junge Menschen können selbst große Kulturveranstaltungen auf die Beine stellen, wenn sie Verantwortung übernehmen, ihre Ideen einbringen und gemeinsam daran arbeiten.
Gemeinsam mit starken Partner*innen
Ein Festival dieser Größenordnung lässt sich nicht allein durch ehrenamtliches Engagement realisieren. Deshalb sind wir besonders dankbar für die Unterstützung zahlreicher Unternehmen, Organisationen und Institutionen aus Kamp-Lintfort und darüber hinaus.
Ein besonderer Dank gilt unseren acht Premiumpartnern: Stadtwerke Kamp-Lintfort, Berger, Autohaus Minrath, duisport, Yellowflow Taik, Büsch, Partner Gerüstbau und Sparkasse Duisburg. Mit ihrer Unterstützung haben sie einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, unsere Festivalpremiere möglich zu machen.
Ebenso danken wir der Stadt Kamp-Lintfort, die das Festival als Mitveranstalterin begleitet und unterstützt hat, sowie allen weiteren Förderern, Sponsor*innen und Partner*innen, die mit finanzieller Unterstützung, Sachleistungen, Infrastruktur und ihrem Know-how zum Gelingen beigetragen haben.
Nach dem Festival ist vor dem Festival
Mit der Premiere des klangrevier festivals liegt ein intensives Jahr hinter unserem Verein. Seit der Gründung von KlangRevier e. V. im Juli 2025 ist viel passiert. Aus einer gemeinsamen Idee ist ein Festival entstanden, das zahlreiche Menschen zusammengebracht hat.
Doch KlangRevier soll mehr sein als eine einzelne Veranstaltung. Wir möchten junge Musik und Kultur in Kamp-Lintfort langfristig fördern, Nachwuchskünstler*innen unterstützen und Räume schaffen, in denen junge Menschen eigene Ideen verwirklichen können.
Deshalb geht es auch nach dem Festival weiter. Mit klangrevier spotlight, unserem Wettbewerb für Nachwuchskünstler*innen, steht bereits das nächste Projekt in den Startlöchern. Am 17. April 2027 bekommen neue Talente wieder die Gelegenheit, ihr Können auf der Bühne zu zeigen. Gleichzeitig arbeiten wir an der Weiterentwicklung unseres Vereins und an neuen Veranstaltungsformaten.
Auch die Planungen für eine weitere Ausgabe des klangrevier festivals laufen bereits. Bis dahin möchten wir mit kleineren Veranstaltungen und Projekten die junge Musikszene in Kamp-Lintfort weiter stärken.
Danke für diese Premiere!
Zum Schluss bleibt vor allem eines: Danke!
Danke an alle Künstler*innen, die unsere Bühnen mit Leben gefüllt haben. Danke an unsere Helfer*innen, Partner*innen und Unterstützer*innen. Danke an alle, die im Hintergrund mitgearbeitet, mitgedacht und mit angepackt haben.
Und vor allem: Danke an alle, die am 12. September dabei waren und das erste klangrevier festival zu dem gemacht haben, was es war.
Wir sehen uns wieder!
Fotos: © Alissar Alia & KlangRevier


